Wenn nach Weihnachten die Ruhe einkehrt
Abende sind oft chaotisch. Die Kinder sind müde, überreizt und du sehnst dich nach einem Moment Ruhe?
Diese Rituale helfen euch beiden, runterzukommen.
Nach den aufregenden Feiertagen, den bunten Lichtern, Geschenken und langen Abenden voller Vorfreude fällt es vielen Familien schwer, wieder in den Alltag zu finden.
Die Tage zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr fühlen sich oft wie ein kleiner Zwischenraum an – ein Moment, in dem die Welt kurz innehält. Und genau darin liegt eine wundervolle Chance: Zeit, um zur Ruhe zu kommen, sich neu zu sortieren und gemeinsam kleine Rituale zu schaffen, die Sicherheit, Geborgenheit und Entspannung schenken.
Gerade Kinder spüren die Aufregung rund um Weihnachten besonders stark. Sie nehmen Emotionen intensiv wahr, reagieren empfindlicher auf Reize und brauchen nach all dem Trubel liebevolle Anker, um ihr Nervensystem wieder zu regulieren.
In diesem Beitrag zeige ich dir einfache, alltagstaugliche Ideen, wie du mit kleinen Familienritualen achtsam und entspannt ins neue Jahr startest – mit Wärme, Nähe und viel Herz.
Warum Rituale für Kinder so wichtig sind
Kinder lieben Wiederholungen – nicht, weil sie langweilig sind, sondern weil sie Sicherheit geben.
Ein vertrautes Ritual – wie das gemeinsame Frühstück, das abendliche Vorlesen oder das Anzünden einer Kerze – vermittelt das Gefühl: „Alles ist gut. Ich bin geborgen.“
Rituale:
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strukturieren den Tag und geben Orientierung
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helfen beim Runterkommen nach aufregenden Momenten
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fördern Achtsamkeit und emotionale Stabilität
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schaffen Nähe zwischen Eltern und Kindern
Gerade in der Übergangszeit – also zwischen Feiertagen, Jahreswechsel und dem Wiedereinstieg in Schule oder Kita – sind solche Rituale kleine Inseln der Ruhe.
1. Das Familien-Wunschglas – Träume sichtbar machen
Das neue Jahr ist die perfekte Zeit, um mit Kindern über Wünsche und Träume zu sprechen. Statt über „Vorsätze“ zu reden, geht es hier um spielerische Visionen.
So geht’s:
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Nimm ein schönes Glas oder ein altes Marmeladenglas.
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Lass dein Kind kleine Zettel bemalen oder beschriften mit Dingen, die es sich wünscht: z. B. „mehr Eis essen“, „öfter tanzen“, „einen Ausflug mit Mama machen“.
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Auch Eltern dürfen Wünsche aufschreiben – für die Familie oder sich selbst.
Das Glas wird zu einem kleinen Schatz voller positiver Energie.
Ihr könnt es einmal im Monat öffnen und gemeinsam schauen, welche Wünsche schon erfüllt wurden.
✨ Extra-Tipp: Nutze zusätzlich kleine Affirmationskarten – positive Sätze, die Kinder stärken und an ihre Fähigkeiten erinnern.
👉 Hier findest du unsere liebevollen Affirmationskarten für Kinder – sie passen perfekt, um spielerisch Achtsamkeit und Selbstvertrauen zu fördern.
2. Abendritual mit Kerze & Dankbarkeitsmoment
Ein einfaches, aber unglaublich kraftvolles Ritual:
Am Ende des Tages wird gemeinsam eine Kerze angezündet. Dann erzählt jeder – Kind und Eltern – eine Sache, für die er oder sie heute dankbar ist.
Das stärkt nicht nur die positive Wahrnehmung, sondern vermittelt auch das Gefühl, dass jeder gehört wird.
Beispiele für Kinderfragen:
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„Was war heute schön?“
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„Was hat dich zum Lachen gebracht?“
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„Wem hast du heute geholfen?“
Wenn Kinder lernen, kleine schöne Dinge bewusst wahrzunehmen, verändert das langfristig ihren Blick auf die Welt – und hilft auch, abends leichter loszulassen.
3. Mini-Meditationen & Atemspiele
Viele Kinder lieben kleine „Atemspiele“, wenn sie kindgerecht und spielerisch gestaltet sind.
Sie helfen, das Nervensystem zu beruhigen und Stress abzubauen – ganz ohne Zwang.
Ideen:
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Kerzenpusten-Spiel: Stell eine Kerze auf, und alle pusten ganz langsam, so dass die Flamme tanzt, aber nicht ausgeht.
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Teddy-Atmung: Lege deinem Kind einen kleinen Teddy auf den Bauch. Es beobachtet, wie der Teddy sich beim Atmen hebt und senkt.
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Regenbogen-Atmung: Atme tief ein und stell dir beim Ausatmen vor, du malst mit deiner Luft einen Regenbogen.
Solche Übungen dauern oft nur 2–3 Minuten – und wirken wahre Wunder.
4. Achtsam frühstücken – der ruhige Start in den Tag
Statt hektisch in den Tag zu starten, kann das Frühstück zu einem echten Familienritual werden.
Ein Moment ohne Bildschirm, dafür mit Achtsamkeit und Genuss.
Setzt euch gemeinsam hin, zündet eine kleine Kerze an und lasst den Tag bewusst beginnen.
Kinder dürfen mithelfen – z. B. den Tisch decken oder das Lieblingsobst schneiden.
Ihr könnt daraus ein kleines Spiel machen:
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Jeder sagt einen Satz, auf den er sich heute freut.
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Oder ihr zieht morgens eine Affirmationskarte – so startet ihr gleich mit einem positiven Gedanken in den Tag.
5. Sonntagsritual: Der Wochenrückblick
Ein schönes Wochenendritual, das Struktur gibt:
Am Sonntagabend überlegt ihr gemeinsam:
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Was war diese Woche schön?
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Was war schwierig?
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Worauf freuen wir uns nächste Woche?
Das ist auch für Kinder eine tolle Möglichkeit, Emotionen zu sortieren.
Dazu passt wunderbar eine kleine Zeichnung oder ein Sticker-Tagebuch, wo sie jede Woche ein Symbol einkleben dürfen (Sonne für schön, Wolke für traurig usw.).
6. Kleine Entspannungsmomente im Alltag
Manchmal braucht es gar kein großes Ritual – sondern einfach kleine Pausen zwischendurch.
Hier ein paar einfache Ideen:
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Wärmekissen auf den Bauch legen (z. B. in Herzform)
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leise Musik oder Naturklänge anhören
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eine Fantasiereise vorlesen („Wir fliegen durch den Sternenhimmel…“)
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eine Mini-Massage: Hände oder Schultern sanft eincremen und dabei ruhig sprechen
Kinder spüren die Zuwendung und Eltern profitieren genauso von der Entschleunigung.
7. Jahreszeiten-Tisch oder Erinnerungsecke
Nach Weihnachten kann man den Platz, an dem sonst Deko oder Adventskranz standen, in einen „Jahreszeiten-Tisch“ verwandeln.
Hier finden Naturmaterialien, kleine Fundstücke vom Spaziergang, Fotos oder gemalte Bilder Platz.
Das ist nicht nur dekorativ, sondern auch achtsamkeitsfördernd: Kinder lernen, Veränderungen in der Natur wahrzunehmen und den Moment zu würdigen.
Beispiel:
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Im Januar liegen dort Tannenzapfen, kleine Schneesterne aus Papier und vielleicht ein Kärtchen mit einem schönen Spruch.
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Im Frühling werden dann Blumen oder bunte Steine ergänzt.
8. Ein Familienabend pro Woche
Nach den Feiertagen ist es leicht, wieder in den Alltagstrubel zu rutschen – Schule, Arbeit, Termine.
Umso wichtiger ist es, einen festen Abend in der Woche als „Familienzeit“ zu reservieren.
Das kann ein:
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Spieleabend,
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Filmabend mit Popcorn
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oder ein Bastelabend sein.
Hauptsache, es gibt keine Ablenkung durch Handy oder Fernsehen.
Ein solcher Abend stärkt Bindung, Vertrauen und das Gefühl, gemeinsam durch das neue Jahr zu gehen.
9. Musik & Bewegung für die Seele
Manchmal hilft Bewegung besser als Reden – besonders bei Kindern.
Tanze mit deinem Kind durch das Wohnzimmer, drehe Lieblingslieder laut auf oder macht ein kleines „Bewegungsritual“:
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1 Minute hüpfen
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1 Minute tief atmen
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1 Minute stillstehen und spüren
Diese kurzen Körperübungen bringen Energie in den Alltag – ohne dass es wild werden muss.
10. Affirmationen als tägliches Familienritual
Affirmationen sind einfache, positive Sätze, die Kindern helfen, Selbstvertrauen und innere Ruhe zu entwickeln.
Beispiele:
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„Ich bin ruhig und stark.“
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„Ich darf Fehler machen und daraus lernen.“
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„Ich bin geliebt, so wie ich bin.“
Du kannst sie morgens vorlesen, beim Zähneputzen sagen oder als kleine Karten auf den Frühstückstisch legen.
✨ Tipp:
Verwende unsere wundervollen Affirmationskarten für Kinder, sie sind liebevoll gestaltet, leicht verständlich und ideal, um spielerisch Selbstliebe und Achtsamkeit zu fördern.
11. Rituale um besser einzuschlafen
Für mehr Ruhe und innere Sicherheit, hilft es, wenn Kinder abends wiederkehrende Rituale haben, wie:
Du kannst für euch eine eigene kleine Schlafroutine entwickeln.
Mit kleinen Ritualen Großes bewirken
Kinder brauchen keine großen Vorsätze oder Ziele, um gut ins neue Jahr zu starten – sie brauchen Zuwendung, Sicherheit und kleine Momente der Ruhe.
Rituale sind wie Anker im Alltag: Sie geben Halt, schaffen Verbindung und helfen, den Zauber von Weihnachten noch ein bisschen länger festzuhalten.
Ob mit einem Familien-Wunschglas, kleinen Atemspielen oder Affirmationskarten – jedes liebevoll gepflegte Ritual schenkt Nähe, Geborgenheit und Leichtigkeit.
So wird der Übergang ins neue Jahr nicht hektisch, sondern achtsam, friedlich und voller Herzensmomente. 💫
Wenn dein Kind nach einem langen Tag schwer zur Ruhe kommt
Manche Tage sind für Kinder einfach zu viel.
Zu viele Eindrücke, zu viele Gefühle, zu wenig Ruhe.
Dieses liebevoll gestaltete Affirmationsposter hilft Kindern dabei, sich wieder sicher, gesehen und gestärkt zu fühlen, ohne Druck, ohne Erklären, einfach durch Worte, die gut tun.
Besonders abends oder in ruhigen Momenten kann es dabei unterstützen, den Tag sanft loszulassen und wieder bei sich anzukommen.
Viele Eltern kennen genau diese Abende,
an denen Nähe, Ruhe und stärkende Worte besonders wichtig sind.
Dieses Poster ist eine kleine Unterstützung für genau diese Momente.
Einfach ausdrucken, gemeinsam anschauen oder vorlesen, ganz ohne Vorbereitung, ganz ohne Aufwand.
