Wenn alles zu viel ist und man nicht mal genau sagen kann, warum
Ich war eigentlich schon immer sensibel, also nicht im Sinne von „oh wie feinfühlig“, sondern eher so, dass mir Dinge schnell zu viel werden und ich das Gefühl habe, mein System kommt einfach nicht hinterher.
Geräusche, Erwartungen, Gespräche, Entscheidungen – alles fühlt sich schneller anstrengend an als bei anderen, und ich habe mich sehr lange gefragt, warum das bei mir so ist und warum ich das nicht einfach besser hinkriege.
Ich habe oft gedacht, ich bin einfach nicht belastbar genug oder zu bequem oder zu schwach, weil andere ja auch ihren Alltag schaffen, arbeiten gehen, Termine einhalten, normal essen, Sport machen, abends noch Energie haben.
Bei mir war es oft so, dass ich morgens schon aufgewacht bin und innerlich dieses Gefühl hatte, dass der Tag eigentlich schon zu viel ist, obwohl objektiv noch gar nichts passiert war.
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Sensibel sein hört nicht beim Kopf auf
Was ich lange nicht verstanden habe:
Dass Sensibilität nicht nur bedeutet, dass man emotional schneller reagiert oder sich mehr Gedanken macht, sondern dass der ganze Körper irgendwie mit drin hängt.
Bei mir hat sich das irgendwann immer mehr körperlich gezeigt.
Ich hatte kaum Energie, war ständig müde, egal wie lange ich geschlafen habe, und nach dem Essen ging es mir oft schlechter als vorher.
Nicht sofort, sondern so ein unangenehmes Völlegefühl, Magenschmerzen, manchmal auch dieses Gefühl, dass alles im Bauch irgendwie „arbeitet“ und ich danach eigentlich nur noch liegen könnte.
Irgendwann kam auch immer mehr Gewicht dazu, was mich zusätzlich belastet hat, weil ich gemerkt habe, dass ich mich in meinem Körper nicht mehr wohlfühle, aber gleichzeitig auch keine Kraft hatte, großartig etwas zu ändern.
Und dann fängt man an, sich selbst Vorwürfe zu machen, weil man ja „nur“ besser essen müsste oder disziplinierter sein müsste oder sich mehr zusammenreißen müsste.
Wenn Essen nicht mehr selbstverständlich ist
Essen war für mich lange Zeit etwas, das mir eigentlich gut tun sollte, aber es hat oft genau das Gegenteil ausgelöst.
Ich wusste, dass mein Körper Energie braucht, aber gleichzeitig hatte ich nach dem Essen oft Schmerzen, war müde, aufgebläht oder einfach komplett fertig.
Das ist ein ganz komisches Gefühl, weil man irgendwann anfängt, Essen eher zu meiden oder es zumindest als Stressfaktor wahrzunehmen.
Nicht aus irgendeiner Diät heraus, sondern weil man schon vorher weiß: Danach geht es mir wahrscheinlich nicht gut.
Und genau da habe ich gemerkt, dass ich nicht nur mental überfordert bin, sondern dass mein Körper einfach dauerhaft überlastet ist.
Irgendwann ging es nicht mehr darum, „es richtig zu machen“
Ich habe sehr vieles ausprobiert, ehrlich gesagt auch vieles, was im Nachhinein eher Druck als Hilfe war.
Strenge Regeln, Diäten, der Gedanke, dass ich mich jetzt einfach mal zusammenreißen muss und dann wird das schon wieder.
Aber das hat alles nicht funktioniert, im Gegenteil.
Je mehr Druck ich mir gemacht habe, desto mehr hat mein Körper blockiert.
Der Punkt, an dem sich langsam etwas verändert hat, war der, an dem ich aufgehört habe, meinen Körper als Problem zu sehen, das repariert werden muss.
Ich habe irgendwann verstanden, dass er nicht kaputt ist, sondern einfach schon sehr lange über seine Grenzen gegangen ist.
Kleine Dinge statt großer Lösungen
Was mir geholfen hat, waren keine riesigen Umstellungen oder dieses „ab jetzt wird alles anders“.
Es waren eher kleine Bausteine, die ich nach und nach eingebaut habe, ohne den Anspruch, dass alles sofort besser werden muss.
Zum Beispiel habe ich gemerkt, dass mein Körper Unterstützung braucht, gerade in stressigen Phasen, und nicht noch mehr Erwartungen.
Ich habe angefangen, mich mit Nahrungsergänzung zu beschäftigen, nicht aus dem Gedanken heraus, dass das irgendetwas heilt, sondern weil ich gemerkt habe, dass meinem Körper bestimmte Dinge einfach fehlen oder er sie nicht gut regulieren kann.
Ich nutze seit einer Weile Magnesium, weil ich ständig unter Spannung stand, innerlich nie richtig runterfahren konnte und das Gefühl hatte, mein Nervensystem steht dauerhaft auf Alarm.
Auch Ashwagandha bzw. ein Stress-Komplex war für mich ein Baustein in Phasen, in denen ich gemerkt habe, dass alles zu viel wird und ich mich kaum noch selbst regulieren kann.
Vitamin D habe ich eher als Basis genommen, ohne große Erwartungen, einfach weil es für mich dazugehört.
Das sind keine Wundermittel, und ich finde es wichtig, das auch so zu sagen.
Aber sie haben mir geholfen, meinen Körper ein kleines Stück zu unterstützen, statt ihn weiter zu überfordern.
Wenn richtiges Essen zu anstrengend ist
Es gab auch Zeiten, da war selbst normales Essen für mich einfach zu viel, vor allem für meinen Magen.
Gleichzeitig wusste ich aber, dass es so nicht weitergeht, weil mein Körper ja trotzdem Nährstoffe braucht.
In diesen Phasen war ein Entsafter für mich eine echte Erleichterung, vor allem der Hurom Slow Juicer.
Nicht, weil ich plötzlich super gesund leben wollte oder jeden Tag fancy Säfte trinken wollte, sondern weil Säfte für meinen Körper oft leichter anzunehmen waren als feste Mahlzeiten und ich ihn so mit Nährstoffen versorgen konnte. Ich merke immer, wenn ich Säfte trinke, geht es mir auch mental besser.
Das war für mich eine Möglichkeit, meinem Körper etwas zu geben, ohne ihn zusätzlich zu stressen.
Und ja, das ist eine größere Anschaffung und sicher nichts für jeden, aber für mich war es in bestimmten Phasen einfach hilfreicher als alles andere.
Es ist nicht perfekt – aber es ist ehrlicher
Ich bin nicht an einem Punkt, an dem alles leicht ist oder mein Körper immer mitmacht.
Aber ich höre früher hin, ich gehe sanfter mit mir um und ich versuche, nicht mehr gegen mich selbst zu arbeiten.
Vielleicht erkennst du dich in manchen Punkten wieder.
Vielleicht bist du auch sensibel, schnell überreizt oder dein Körper meldet sich auf eine Art, die du lange ignoriert hast.
Dann möchte ich dir einfach sagen:
Du bist nicht falsch.
Und du musst nicht alles auf einmal ändern.
Manchmal reicht es, einen kleinen Schritt zu gehen, der es ein bisschen leichter macht.
Und manchmal ist genau das schon ein Grund, kurz innezuhalten.
Für mich ist das auch eine Form von Zeit zum Feiern.
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